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Was bedeutet nachhaltiges Reisen?
Wenn du nachhaltig reist, handelst du weitsichtig und bewusst. Du achtest darauf, die Umwelt so wenig wie möglich zu belasten und unterstützt die Menschen vor Ort. Dein Ziel ist es, mit sanftem Tourismus positive Spuren zu hinterlassen – sozial, wirtschaftlich und ökologisch. So sorgst du dafür, dass auch künftige Generationen die Schönheit unserer Erde genießen können.
Warum ist nachhaltiges Reisen wichtig?
Wir alle lieben es, die Welt zu erkunden. Damit du auch morgen noch bunte Korallenriffe und dichte Wälder bestaunen kannst, musst du heute aktiv werden. Keine Sorge, du musst nicht auf deine Abenteuer verzichten! Es geht darum, ein paar Dinge anders anzugehen und die Zukunft mitzudenken.
Tipps für eine nachhaltige Reise
Dauer der Reise und Reiseziele

Dem grauen Winter entfliehen kann man in Europa eigentlich nur mit dem Flugzeug und das verursacht eine Menge CO2. Wenn es dich in die Ferne zieht, dann bleib länger vor Ort. Eine Fernreise für eine Woche hat auch einen viel kleineren Erholungseffekt als wenn du 3 Wochen vor Ort bleibst. Während der Pandemie haben wir auch festgestellt, wie schön es im eigenen Land und den Nachbarländern ist. Diese sind gut mit der Bahn oder dem Bus erreichbar – ideal für Kurzurlaube oder Wochenendtrips.
Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Steig um auf Bahn und Bus für Reisen in Nachbarländer. Vor Ort nutzt du am besten öffentliche Verkehrsmittel. Oft bietet die Gästekarte des lokalen Tourismusverbandes zumindest in deutschsprachigen Ländern eine kostenlose Nutzung der Öffis an. Lass das Auto stehen und spare dir das Geld für den Mietwagen.
Nachhaltige Ernährung im Urlaub
Jeder von uns weiß, dass saisonale und regionale Produkte nachhaltiger sind als eingeflogene Tropenfrüchte. Wieso sollten wir uns im Urlaub anders verhalten? Probiere einheimische Gerichte, frage nach, welches Obst und Gemüse gerade Saison hat und daher besonders aromatisch ist.
Deinen ökologischen Fußabdruck kannst du bei der Ernährung sehr verringern, wenn du weniger Fleisch- und Milchprodukte konsumierst. In vielen Ländern gibt es sehr raffinierte fleischlose Gerichte, die bei uns unbekannt sind. Gute nachhaltige Unterkünfte bieten eine Auswahl an vegetarischen, veganen und einheimischen Gerichten an. Hier erfährst du mehr über pflanzenbasierte Ernährung.
Unterstützung der lokalen Bevölkerung und Wirtschaft

Lokale Gemeinden wehren sich immer öfter gegen die negativen Auswirkungen von Massentourismus/Overtourism, weil sie das Gefühl haben, nicht an den Einnahmen teilzuhaben und aus ihrem Lebensraum verdrängt zu werden. So kannst du der lokalen Gemeinschaft etwas zurückgeben:
- Auch wenn du in einer komfortablen All-inclusive-Anlage bist und dir erzählt wird „da draußen gibt’s nichts/gefährlich“, verlass die Hotelanlage und besuche einen lokalen Markt, trink einen Kaffee im Ort, unterstütze Frauenkooperativen oder örtliche Tierheime.
- Viele Einheimische zaubern aus lokalen Materialien Schönes und Nützliches, was als Souvenir zu Hause Freude bereiten wird. Achte darauf, dass keine bedrohten Tier- und Pflanzenarten dafür verarbeitet wurden (kann darüber hinaus Probleme mit dem Zoll einbringen).
- Iss in familienbetriebenen Restaurants statt bei den großen internationalen Ketten. So hilfst du, die wirtschaftliche Unabhängigkeit der Einheimischen zu stärken und bekommst einen Einblick in die echte lokale Küche.
- Einheimischen Kindern einfach Geld, Kugelschreiber oder Süßigkeiten zu geben, schadet ihnen, weil sie dann eher betteln statt in die Schule zu gehen und Besucher als reine Geldbringer sehen. Wende dich stattdessen an Organisationen, die lokale Initiativen unterstützen, z.B. die TUI Care Foundation.
Tipp: Die Sohle deiner Wanderschuhe löst sich ab? Die Naht deines Lieblingsshirts geht auf? Im Ausland ist es oft günstiger, Sachen reparieren zu lassen und sie flicken auch das, bei dem ein deutscher Schuster oder Schneider sagen würde „das lohnt sich nicht mehr“. Das ist nachhaltig, unterstützt die lokale Wirtschaft und du kannst dein Lieblingsteil weiter nutzen.
Nachhaltige Unterkünfte buchen

Such dir eine umweltfreundliche Bleibe aus. Ja, sogar ein All-inclusive-Hotel kann die Nachhaltigkeit im Tourismus vorantreiben! Achte auf ressourcenschonendes Wirtschaften: Eigenproduktion von Strom oder Ökostrom-Bezug, Wassersparmaßnahmen und -aufbereitung, Mülltrennung und wiederverwendbare Produkte statt Einmalplastik – all das sind gute Zeichen für nachhaltiges Engagement. Weithin anerkannte Auszeichnungen und Siegel bieten Orientierung. Ich kann dir die TUI BLUE Hotels nahelegen, die mit vielen Maßnahmen ihren Beitrag zum Umweltschutz leisten. So erkennst du ein nachhaltiges Hotel.
Mit Ressourcen vor Ort schonend umgehen und die Natur respektieren
- Wähle naturfreundliche Aktivitäten: Geh wandern statt Quad zu fahren, erkunde die Gegend mit dem Rad statt in einer Jeep-Safari. Tier- und Pflanzenwelt werden es dir danken und du bist näher an der Natur.
- Sei sparsam mit Wasser und Klimaanlage. In vielen Ländern herrscht Dürre und Einheimische müssen sich einschränken. Handle so, als wärst du zu Hause – lass Handtücher und Bettwäsche nicht täglich wechseln.
- Elefantenwaschen anstatt Elefantenreiten: Schütze Tiere indem du keine Aktivitäten unterstützt, bei denen Tiere ausgebeutet werden.
- Wirf nichts achtlos weg! Auch wenn in vielen Ländern Müll einfach auf der Straße oder in der Natur landet, mach es besser und entsorge deinen Müll an den dafür vorgesehen Stellen. Sei ein Vorbild für andere.
- Nimm deine Trinkflasche, Thermobecher und Stoffbeutel von zu Hause mit. Damit sparst du Einwegverpackungen und Plastiktüten auf Reisen. Hier findest du schöne Thermobecher und Trinkflaschen von TUI BLUE.

Bei TUI BLUE nehmen wir Umweltschutz und Nachhaltigkeit ernst. Dafür lassen wir uns in regelmäßigen Abständen zertifizieren und arbeiten immer weiter daran, unseren ökologischen Fußabdruck eines Tages auf Null zu reduzieren. Erfahre mehr über das Thema auf unserer Webseite.
Mit der einheimischen Bevölkerung in Kontakt kommen
Geh mit offenen Augen durch die Welt und stelle Fragen. Auf einer Reise durch Marokko fiel uns auf, wie vertrocknet die Dattelpalmen in den Oasen waren. Wir fragten Einheimische, ob das normal sei. Sie erzählten uns, dass es seit fast 10 Jahren nicht mehr geregnet habe und Palmenoasen eigentlich gut mit ein paar Dürrejahren klarkämen, aber eben nicht so extrem. Das hat zur Folge, dass die Landwirtschaft dort aufgegeben werden muss und die Menschen in die Städte oder ins Ausland abwandern.
Anderes Beispiel: Auf der Kapverdischen Insel Fogo ist es im Inselinneren extrem trocken. Wasser für die Bewohner muss mit Tanklastern herangeschafft werden. In unserer Unterkunft dauerte es bestimmt 2 Minuten bis warmes (mit Sonnenwärme erhitztes) Wasser aus der Dusche kam. Das in der Zwischenzeit fließende kalte Wasser wurde in einem Eimer aufgefangen und zum Bewässern oder für die Toilettenspülung verwendet. Einfach genial!
Gleichzeitig zapfen riesige Plantagen überall auf der Welt Grundwasser an, damit wir Europäer auch außerhalb der Saison beispielsweise frische Tomaten haben (die nicht mal sonderlich gut schmecken). Wenn man mit eigenen Augen sieht, wie der Klimawandel und rücksichtloses Wirtschaften negative Auswirkungen auf Urlaubsziele hat, ist das etwas ganz anderes, als Überschwemmungen und Waldbrände im Fernsehen zu sehen. Dieses Wissen wirst du mit nach Hause nehmen und dein Konsumverhalten in Richtung nachhaltiges Handeln überdenken, Stichwort „regional und saisonal“.
Wenn du dich bereits vor Ort für die lokale Natur engagieren möchtest: Einheimische Organisationen bieten immer wieder Aktionen wie zum Beispiel Strandsäuberungen an, an denen du dich beteiligen kannst.

Das macht doch überhaupt keinen Unterschied, wenn ich mich auf Reisen umweltfreundlich verhalte. Was kann ich als Einzelperson schon ausrichten?
Wenn wir uns klar machen, dass jede Umstellung hochgerechnet auf Millionen Menschen einen Unterschied machen kann, wird Nachhaltigkeit zu etwas Plastischem. Wenn 83 Mio. Menschen in Deutschland einmal auf einen Plastikstrohhalm verzichten, dann haben wir auf einen Schlag 83 Mio. Plastikstrohhalme eingespart.
Statistiken zeigen, dass der Fleischkonsum in Deutschland zurückgegangen ist. Und das nicht allein weil mehr Menschen Vegetarier oder Veganer geworden sind, sondern weil auch Fleischesser ihren Fleischkosum reduziert haben. Bei so einer große Masse an Menschen hat es doch einen Einfluss, ob du einmal oder fünfmal in der Woche Fleisch isst. Und das kannst du auch als Tourist tun und schmälert deine Urlaubsfreuden nicht!
Auch auf Reisen gilt: Sei die Veränderung, die du in der Welt sehen willst!

