Mountaincart: Auf dem Dreirad den Berg runterbrettern - TUI BLUE Blog
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Mountaincart: Auf dem Dreirad den Berg runterbrettern

fahrer auf mountaincart im hintergrund berge

18 Aug Mountaincart: Auf dem Dreirad den Berg runterbrettern

Beim Paragliding sind wir für euch in Luft gegangen, beim Mountaincart in Schladming benötigen Miri und ich hingegen maximale Bodenhaftung. Der verrückte Dreirad-Funsport aus den Alpen steht als nächstes auf unserem Programm. Begleitet werden wir von Heike und Michi aus dem TUI BLUE PULSE Schladming sowie Andrea von IN-A-TEAM.

Ohne hoch, kein runter

Bevor wir gemeinsam einen Berg runterfahren können, müssen wir ihn selbstverständlich erst einmal  erklimmen. In diesem Fall erledigt das für uns – ganz bequem – die Seilbahn an der Hochwurzen, einem Berg am nördlichen Rand der Schladminger Tauern. In wenigen Minuten bewältigen wir in einer Gondel spielend leicht mehr als 1.800 Höhenmeter und können dabei ungestört den atemberaubenden Ausblick auf das Dachsteinmassiv und Schladming genießen. Oben angekommen, führt mich der erste Weg aus der Gondel direkt zur nächsten Aussichtsplattform, um noch einmal ohne Glas vor der Nase das irre Panorama auszukosten. Das gegenüberliegende Dachsteinmassiv sieht von hier atemberaubend surreal aus. Wenn ich zukünftig ein Bild von Österreich in meinen Gedanken male, dann dieses. Wohlige Sonnenstrahlen wärmen mein Gesicht, der Himmel leuchtet in strahlendem blau und ich kann es kaum erwarten mit dem Mountaincart endlich ins Tal zu brettern.

dachsteinmassiv von hochwurzen betrachtet

Der Blick auf das Dachsteinmassiv ist atemberaubend

„Wir hätten uns fast umgebracht!“

Etwas Zeit bleibt uns aber noch, bevor heute die erste Gruppe waghalsiger Piloten startet. Wir vertreiben uns die Zeit bei einem Getränk auf der Terrasse der Hochwurzenhütte und Michi berichtet von seiner letzten Erfahrung mit dem Mountaincart. Dabei fällt immer wieder der Satz „Wir hätten uns fast umgebracht.“ Klingt nach Spaß, NOT! Jetzt bin ich doch ein wenig nervös, zumal Michi bereits Pläne schmiedet, wie er uns am besten zu einem Rennen herausfordern kann. Diese sind auf der rund sieben Kilometer langen Abfahrt mit dem Mountaincart verboten und der Rest unserer Gruppe winkt folglich gleich ab. Michis Augen funkeln verdächtig.

Das richtige Mountaincart

Es ist fast zehn Uhr und wir machen uns auf den Weg zum Start. Hier stehen dicht an dicht Mountaincarts in verschiedenen Größen. Aus einer großen Kiste am Wegesrand können sich die Teilnehmer einen Helm nehmen, mehr Sicherheitsausrüstung gibt es nicht. Auf Empfehlung von Andrea haben wir darüber hinaus alle eine Sonnenbrille eingepackt. Diese soll unsere Augen nicht nur vor schädlicher UV-Strahlung schützen, sondern viel mehr vor umherfliegen Steinchen, die Vorherfahrende aufwirbeln. Zwei  Angestellte des Veranstalters Mountain GoKart teilen uns ein Mountaincart in der richtigen Größe zu und erklären die Funktionsweise. Losrollen müssen wir per Fußantrieb, Pedale gibt es nicht. Das Funsport-Gerät verfügt über einen tiefen Schwerpunkt, breiten Radstand, ergonomische Sitzposition und hydraulische Scheibenbremsen. Letztere werden – ähnlich wie bei Fahrrad und Motorrad – über Hebel links und rechts am Lenker bedient. Im Gegensatz zu genannten Zweirädern, bremst das Mountaincart aber nicht vorne und hinten, sondern links und rechts. Dadurch lässt sich das kleine Gefährt bei Bedarf querstellen und elegant um die Kurven driften. Vor meinem inneren Auge sehe ich mich bereits mit Hochgeschwindigkeit durch enge Serpentinen driften, hinter mir nichts aus einer Wolke aus Asche und Staub. Jetzt lasst mich endlich losfahren!

drei fahrer auf mountaincarts

Die erste Kurve nehmen alle noch gemächlich

Uuund Abfahrt

Der Guide gibt das Startsignal und die ersten Fahrer aus unserer Kolonne setzen sich in Bewegung. Michi lassen wir vorausfahren, damit er seine Geschwindigkeitssucht befriedigen kann. Ich robbe mit meinem Mountaincart vorwärts bis das Gefährt durch das natürliche Gefälle des Berges alleine Fahrt aufnimmt. Noch gemächlich nähere ich mich der ersten Kurve und passiere diese gekonnt. Was mir sofort auffällt ist zu einem die direkte Lenkung des Dreirads, zum anderen die Empfindlichkeit gegenüber kleinsten Unebenheiten. Ich rolle auf eine lange Grade und nehme das erste Mal richtig Geschwindigkeit auf. Die kleine Kiste schüttelt mich ordentlich durch und ich erreiche die nächste Kurve, welche ich mutig fast ungebremst passiere. Es folgt eine weitere Grade, welche in einen U-Turn mündet, den ich mehr oder minder erfolgreich meistere in dem ich nur einseitig bremse und hindurch drifte. Frei nach dem Motto: Fährste quer, siehste mehr!

Zwei Fahrer auf Mountaincarts bei Abfahrt

Michi und Heike nehmen Speed auf

Mountaincart ist für alle

Mit jeder noch schärferen Kurve und jeder noch steileren Abfahrt werde ich mutiger, was meinen Adrenalinspiegel ordentlich nach oben treibt. Michi lässt das kalt. Unser erfahrener Mountaincart-Pilot, der die Strecke in- und auswendig kennt, wartet gelegentlich auf die anderen Fahrer und mich, nur um uns anschließend fast doppelt so schnell zu überholen. Aber auch mir gelingen auf der sieben Kilometer langen Strecke einige gekonnte Überholmanöver. Nichtsdestotrotz ist Vorsicht geboten. Mountaincart fahren nicht nur waghalsige Adrenalinjunkies, sondern auch junge Familien mit ihren Kindern.

mountaincart vor alpen panorama

Hier wird der Fotostop zum Muss

20 Minuten Fahrspaß pur

Umso näher ich dem Tal und Schladming komme, umso mehr werde ich „eins mit der Maschine“. Die letzten Passagen sind sehr schnell und grade als ich „im Tunnel bin“ ist es der Spaß auch schon vorbei. Ich nähere mich der Talstation, bremse wie der letzte Prolet im Driftmodus und muss mich schweren Herzens von meinem Mountaincart trennen. Was für ein Erlebnis! Ich will gleich noch mal! Doch für heute war’s das leider, da wir einen straffen Zeitplan für weitere Abenteuer in und rund um Schladming haben. Ich gebe meinen Helm ab und werfe noch einen letzten Blick Richtung Gipfel der Hochwurzen. Von da oben bin ich mit einem besseren Dreirad runtergefahren? Sauber, ich kann’s jedem nur empfehlen!

 

Infos

 

Das Moutaincart wird von Mountain GoKart an der Hochwurzen in Schladming, Österreich angeboten. Die ermäßigte Teilnahme ist mit der Schladming-Dachstein Sommercard möglich. Die Basis für unsere Abenteuer war das Hotel TUI BLUE PULSE Schladming, wo die Mitarbeiter sich richtig gut mit den Abenteuersportarten der Umgebung auskennen. Die Schladming-Dachstein Sommercard gibt’s dort ab einer Übernachtung kostenlos dazu. Mit der Karte bekommt ihr viele Ermäßigungen oder Gratisangebote für Attraktionen in der Region.

Dirk Althoff

Bei TUI BLUE verantwortlich für Social Media Marketing, widmet sich Dirk auch privat voll und ganz dem Reisen. Er liebt das Leben in Amsterdam, die Nächte in Ibiza und die Strände der Seychellen.

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