Dachsteinüberquerung: Ultimative Skitour in den Alpen
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Dachsteinüberquerung: Ultimative Skitour in den Alpen

Dachsteinüberquerung Blick ins Tal
Martin Rastl

30 Okt Dachsteinüberquerung: Ultimative Skitour in den Alpen

Der nächste Winter kommt bestimmt, soviel steht fest! Ich war am Ende der Wintersaison 2017/2018 auf einer Dachsteinüberquerung und schildere euch mit Blick auf die kommenden Saison, was ich erlebt habt…

Soll es das gewesen sein mit den Skitouren für diese Saison? Sicher nicht! Kurzer Hand greife ich zum Telefon und trommle ein paar Freunde zusammen, denn für die Dachsteinüberquerung  müssen wir die Tourenski in dieser Saison noch einmal auspacken. Die Dachsteinüberquerung ist eine der wohl schönsten, klassischen Skitouren. Perfekt also, um die Saison ausklingen zu lassen. Ein Blick auf die Wettervorhersage sagt mir, dass das Wochenende optimale Voraussetzungen dafür bietet. Lange Rede kurzer Sinn, im Handumdrehen ist die Gruppe beisammen. Dachstein wir kommen.

blick auf das dachsteingebirge

Was für ein Ausblick!

Auf dem Dach der Gondel

Wir treffen uns früh morgens und fahren gemeinsam vom Hotel TUI BLUE Schladming in die Ramsau. In der Ramsau angekommen dauert es weniger als sechs Minuten bis zu der neu errichteten Dachstein-Bahn mit der es direkt auf das Dachsteinmassiv geht. Als kleines Highlight und weil das Wetter einfach eine Wucht ist, genießen wir die Fahrt auf dem Dach der Gondel. Seit 2016 kommt in der Panoramagondel „Cabrio-Feeling“ auf, denn in einem speziell gesicherten Bereich auf der Kabine kann man den unglaublichen und atemberaubenden Ausblick auf die Dachstein Südwand genießen. Auf einer Höhe von rund 2.700 Meter angekommen ist die Vorfreude auf die bevorstehende Dachsteinüberquerung bei mir und meinen Begleitern groß. Hoch motiviert packen wir die Ausrüstung zusammen und auf geht’s!

blick auf panoramagondel dachstein

Gondel mit Cabrio-Feeling © Planai-Hochwurzen Bahnen

Aber Halt, einen Moment bitte! Das muss sein!

Bevor es richtig los geht, noch einmal kurz in einem der Strandkörbe auf dem Dachstein innehalten, die Aussicht genießen, Energie und Kräfte tanken.die Wir saugen die wohlige Wärme der Sonnenstrahlen in uns auf und dann heißt es: Ski anschnallen.

Voller Elan machen wir uns auf den Weg Richtung Seethalerhütte, die auch gleichzeitig die Wetterwarte des Dachsteins ist. Nach einem kurzen Anstieg erblicken wir den anmutigen Hohen Dachstein in seiner vollen Pracht.

Blick auf Dachsteinmassiv

Von der Natur geschaffene Kunstwerke

Dachsteinüberquerung bergauf, bergab

Weiter geht’s bergauf, bergab – alles auf bestens präparierten Pisten – Und die Aussicht: unbeschreiblich. Man erlebt ein Gefühl unbeschwerter Freiheit. Generell ist die Fernsicht am heutigen Tage einzigartig. Sogar der Gipfelaufbau vom Grimming im Ennstal ist bereits bestens sichtbar.

Skitour Dachsteinüberquerung

Dieses Panorama ist alle Mühen wert.

Puuuhhh, trotz unbeschreiblicher Eindrücke und höchster Motivation ist die Höhenluft nicht zu unterschätzen! Wir befinden uns auf fast 3.000 Meter über dem Meeresspiegel und Höhenluft macht schnell müde! Der erste Teil der Dachsteinüberquerung ist geschafft und somit auch Zeit für eine kleine Pause zwischendurch. Der Durst ist groß (viel trinken ist in dieser Höhe unerlässlich) und a Jauserl stärkt Körper und Geist. Einfach nur herrlich!

Skitour Dachsteinüberquerung Pause Personen

Eien Pause zwischen durch muss sein und so lassen wir uns in zauberhafter Umgebung nieder.

Wer rastet, der rostet

Auf der zweiten „Etappe“ der Dachsteinüberquerung geht es bergab. Hier kommt jeder Adrenalinjunkie und Speedking auf seine Kosten, was für ein Spaß! Kaum zu fassen aber wahr: Trotzdem gibt es in unserer Runde immer noch Actionhungrige, denen das nicht genug ist. Auch von so manchem gewagten Felsensprung lassen sie sich nicht abhalten.

Dachsteinüberquerung Mensch bei Abfahrt in Winterlandschaft

Bergab macht die Dachsteinüberquerung am meisten Spaß, versteht sich von selbst 😉

Nach einer rasanten Abfahrt, halten wir dann nochmals bei der Gjaidalm. Ein Einkehrschwung gehört zu jeder Dachsteinüberquerung dazu. Nach erfolgter Stärkung heißt es dann: Dachsteinüberquerung fast geschafft. Die letzten Pistenkilometer geht’s talwärts. Aufgrund der guten Schneelage gelangen wir problemlos mit den Skiern bis ins Tal.

Etwas müde aber vollgepackt mit gewaltigen Impressionen erreichen wir schließlich Obertraun. Nach kurzer Verweilzeit treten wir, immer noch schwer beeindruckt, unsere Heimfahrt ins Ennstal an.

Fazit: Die Dachsteinüberquerung ist eine der größten Ski-Übergänge der Alpen. Eine perfekte Tour für alle Bergfreunde, Skigenießer und für alle die, die ihren Skitag mit mehr Aktion füllen möchten! Allen, die auf Skiern nicht sicher stehen, empfehlen wir eine Schneeschuhwanderung oder Fatbike-Tour, um das winterliche Schladming zu erkunden!

Martin Rastl
Martin Rastl

Liebt Schladming, die Steiermark und Österreich, sowohl im Winter als auch im Sommer! Kann sich für jede noch so verrückte Sportart in den Alpen begeistern und verbringt seine Zeit am liebsten draußen an der frischen Luft.

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