Vollgas auf zwei RĂ€dern: E-Bike Tour in den Alpen - TUI BLUE Blog
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Vollgas auf zwei RĂ€dern: E-Bike Tour in den Alpen

e-bike header
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20 Apr Vollgas auf zwei RĂ€dern: E-Bike Tour in den Alpen

Mythos E-Bike, bei vielen Fahrrad-Enthusiasten verhasst, bei Gelegenheits-Fahrern und Pendlern beliebt. Eins steht fest: Deutschland ist E-Bike-Nation. Millionen wurden bereits verkauft und viele renommierte Hersteller haben hier ihr Zuhause. Grund genug der Sache mal auf den Zahn fĂŒhlen, und wo geht das besser als in den Alpen? Gesagt, getan. In der wunderschönen Steiermark in Österreich verbringen meine Mitbloggerin Miri und ich einen ganzen Tag auf einem elektronischen Drahtesel. Begleitet und angeleitet werden wir dabei vom passionierten Radfahrer und TUI BLUE Mountainbike Guide Markus.

schladming e-bike wiese

Mit diesem E-Bike geht es in die Berge

Eine Frage der richtigen Einstellung

Nach ausgiebigem FrĂŒhstĂŒck im Hotel TUI BLUE PULSE Schladming gegenĂŒber von der Planai, erwartet uns draußen schon Markus samt E-Mountainbikes. Der Fahrradguru hilft uns die SĂ€ttel einzustellen, unsere Helme zu richten und erklĂ€rt uns, wie die Bedienung des elektrogetriebenen Mountainbikes funktioniert. In der Mitte des Lenkers befindet sich eine Steuerungseinheit, die auf den ersten Blick an einen ĂŒberdimensionierten, digitalen Tachometer erinnert. Ist es auch, aber darĂŒber hinaus noch viel mehr, sagt Markus. So kann ich an meinem Bordcomputer nicht nur die Geschwindigkeit ablesen, sondern beispielsweise auch die Restlaufzeit des Akkus abfragen und den UnterstĂŒtzungsgrad des Motors festlegen. Miri und ich belassen die UnterstĂŒtzung auf einem mittleren Level, Markus deaktiviert seinen Motor erst einmal komplett und los geht’s!

e-bike bordcomputer

Der Bordcomputer, immer alles im Blick

Radeln in Schladming-Dachstein

Unser heutiges Ziel ist der steirische Bodensee in der Region Schladming-Dachstein. Hin und zurĂŒck erwarten uns rund 40 Kilometer Fahrstrecke inklusive Höhenmetern. FĂŒr jemanden wie mich, der nur gelegentlich eine verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig kurze und flache Strecke zur Arbeit fĂ€hrt, ist das nicht wenig. Daher bin ich gespannt, ob das E-Bike mich tatkrĂ€ftig unterstĂŒtzt. Kaum bin ich angefahren, schon merke ich die helfende Hand des Motors, der sich links neben den Pedalen befindet. Ich muss zwar noch selbst strampeln, aber es geht ungewohnt leicht. GemĂŒtlich fahren wir auf unseren E-Bikes durch kleine Ortschaften und genießen den Ausblick auf alte BauernhĂ€user mit dem beeindruckenden Dachsteinmassiv im Hintergrund – eine Kulisse wie aus dem Bilderbuch.

kuehe weide dachstein schladming

Alpenpanorama wie aus dem Bilderbuch

Das E-Bike und die Höhenmeter

Nach etwa der HĂ€lfte der Strecke erreichen wir im winzigen Örtchen Höhenfeld eine Weggabelung und Markus stellt uns vor die Wahl: Entweder ein leichterer, lĂ€ngerer Anstieg oder ein etwas beschwerlicherer, kĂŒrzerer Anstieg. Wir entscheiden uns fĂŒr die beschwerlichere Variante, da im Umkehrschluss dann die umso spaßigere Abfahrt auf dem RĂŒckweg lĂ€nger dauert. Außerdem sollten die bevorstehenden Höhenmeter mit dem E-Bike doch kein Problem darstellen, oder etwa doch?

markus e-bike abzweigung

Mountainbike Guide Markus fragt sich, wohin uns der Weg fĂŒhrt

Nein, natĂŒrlich nicht. Miri und ich stellen unseren Motor geschwind auf volle Power und schon geht der anstrengende Aufstieg zum steirischen Bodensee einfach von der Hand beziehungsweise vom Fuß. Klar, ein bisschen mehr als im flachen Land mĂŒssen wir hier mit eigener Muskelkraft mitarbeiten. Ich kann euch aber sagen, dass ich diesen Anstieg mit einem herkömmlichen Fahrrad sicher nur schiebend geschafft hĂ€tte. Selbst Radprofi Markus stellt seinen Motor bei steilem Anstieg auf die geringste Stufe, um zumindest das merklich höhere Gewicht des E-Mountainbikes auszugleichen.

markus und miri e-bike

Miri und Markus sausen dahin

Genießen statt schwitzen

Wir passieren Weiden auf denen KĂŒhe grasen, lassen uns die wohlig warme Sonne ins Gesicht scheinen und genießen das Alpenpanorama. Vor meinem geistigen Auge sehe ich mich auf einem gewöhnlichen Mountainbike verschwitzt, keuchend und kurz vorm Exitus den Berg hochkriechen. Das habe ich bereits auf einem Fatbike im Winter in den Alpen probiert und bin froh dieses Mal einer Ă€hnlichen Tortur zu entgehen. Gelegentlich passieren wir in Windeseile sichtlich angestrengte Radler, die kein E-Bike ihr Eigen nennen. Ein wenig Mitleid habe ich dann schon. Aber E-Bike hin oder her, der atemberaubende Ausblick auf den steierischen Bodensee und die Landschaft ist jede MĂŒhe wert.

markus und dirk e-bike

Statt uns zu quĂ€len, genießen wir den Aufstieg

Der See liegt auf einer kleinen Hochebene und wird flankiert von bewachsenen, in steilem Winkel aufsteigenden FelswÀnden. In der Ferne schlÀngelt sich ein tosender Wasserfall geschickt den Berg herunter. Ein bisschen erinnert das Szenario an Bruchtal aus den Herr-der-Ringe-Verfilmungen. Und wieder einmal fÀllt mir auf, wie wunderschön die Steiermark doch ist.

steirischer bodensee

Der steirische Bodensee, wie aus dem MĂ€rchen

StÀrken bei der Jause

Wir halten kurz an und knipsen einige Erinnerungsfotos bevor wir auf die andere Seite des steirischen Bodensees fahren. Hier lassen wir die RĂ€der stehen und gucken uns den beeindrucken Wasserfall aus der NĂ€he an. Wer will, kann bis zu der Stelle weiter wandern, an der der Wasserfall ins Tal stĂŒrzt. Miri, Markus und mir knurrt allerdings der Magen und so kehren wir zurĂŒck zu unseren RĂ€dern und genießen mit bestem Blick auf das Alpenpanorama eine traditionelle Jause (Brotzeit). Markus zaubert eine Leckerei nach der anderen aus seinem Rucksack hervor und wir futtern uns gemeinsam kugelrund.

jause steirischer bodensee panorama

Gemeinsam stÀrken wir uns bei einer traditionellen Jause

Frisch gestĂ€rkt und etwas wehmĂŒtig kehren wir dem See den RĂŒcken zu und machen uns auf den Weg zurĂŒck ins Tal. Dabei stelle ich fest, dass so ein E-Bike auch bei vollem Bauch eine durchaus praktische Erfindung ist. Wie zu Beginn mit Markus vereinbart, nehmen wir jetzt den lĂ€ngeren Weg ins Tal. Bis zurĂŒck ins Hotel sind es jetzt rund 20 Kilometer. Ein gutes StĂŒck davon fĂŒhrt uns ĂŒber Serpentinen zur bereits bekannten Weggabelung in Höhenfeld und es lohnt sich jeder Meter davon!

e-bike bach durchqueren

Hier seht ihr, wie ich verzweifelt einen auf Mountainbiker mache

Mit Vollgas ins Tal

Zuerst auf langen, graden Strecken, dann um Kurven, rauschen wir ins Tal. Ich bin hochkonzentriert, denn bei dieser Geschwindigkeit kann jede Unaufmerksamkeit böse enden. Das Adrenalin schießt durch meinen Körper und ich fahre mit Tunnelblick weiter bergab. Unversehrt im Tal angekommen, erkenne ich unschwer die gleiche Begeisterung ĂŒber die rasante Abfahrt in den Gesichtern von Miri und Markus. Meist ist das der Teil einer Radtour, an dem ich das Mountainbike am liebsten sofort wegstellen und mich erholen möchte. Oftmals wartet dann allerdings noch die beschwerliche Heimfahrt. Das ist in diesem Fall nicht anders, allerdings erledigt das E-Bike die letzten, lĂ€stigen Kilometer fast wie von alleine.

e-bike fahrt ins tal

Auf der Fahrt ins Tal sind Höchstgeschwindigkeiten im Spiel

Wieder im Hotel angekommen, sind alle immer noch happy ĂŒber diesen wunderschönen Tag in den Alpen und mein Fazit zum E-Bike ist eindeutig: Es macht vieles leichter, wenn man es möchte oder Hilfe dringend benötigt. Die Einstellungsmöglichkeiten sind so vielseitig, dass sie jeden zufriedenstellen und ich möchte die UnterstĂŒtzung eines Motors im Bedarfsfall nicht mehr missen! Wem das trotzdem noch zuviel Anstrengung ist, dem empfehlen wir, sich beim Mountaincart oder E-Gokart fahren auszutoben.

Dirk Althoff

Bei TUI BLUE verantwortlich fĂŒr Social Media Marketing, widmet sich Dirk auch privat voll und ganz dem Reisen. Er liebt das Leben in Amsterdam, die NĂ€chte in Ibiza und die StrĂ€nde der Seychellen.

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