Bogenschießen: Trendsport testen im TUI BLUE Hotel
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Bogenschießen im TUI BLUE: Wie ich einen Volltreffer landete

Bogenschießen mit TUI BLUE
Lucie Bleu

25 Mrz Bogenschießen im TUI BLUE: Wie ich einen Volltreffer landete

Jeder Muskel meines Körpers ist angespannt. Ich blinzele durch den schmalen Schlitz, zu dem ich meine Augen zusammengekniffen habe, und versuche die Mitte der Zielscheibe zu fokussieren. Ich drücke meinen Arm ein letztes Mal durch und lasse den Pfeil in meiner anderen Hand mit einer geschmeidigen Bewegung los. Mit einem sausenden Geräusch schießt er durch die Luft – und schnellt haarscharf an der Zielscheibe vorbei. „Keine Sorge, probiere es einfach gleich nochmal“ sagt Cookie zu mir und drückt mir lächelnd den nächsten Pfeil in die Hand. Cookie ist BLUEf!t Guide im TUI BLUE Palm Garden in der Türkei und bringt mir und meiner Freundin Barbara heute das Bogenschießen bei.

Bogenschießen Kurs im TUI BLUE

Schon vor meinem Aufenthalt im TUI BLUE Palm Garden hatte ich mich über die BLUE App über die Aktivitäten im Hotel informiert und war direkt Feuer und Flamme für das Bogenschießen. Obwohl Bogenschießen ursprünglich als Jagdmethode oder als Waffe im Kampf verwendet wurde, hat diese Sportart für mich persönlich heute nichts Martialisches mehr an sich; stattdessen betrachte ich es eher als eine großartige Übung für Präzision und Konzentration. Dass beim Bogenschießen auch Kraft erforderlich ist, werde ich später noch merken.

Auf den Spuren Robin Hoods

Im TUI BLUE Palm Garden und auch im TUI BLUE Sarigerme Park gehört Bogenschießen zu den zahlreichen Erlebnissen und Aktivitäten, die Gäste im Rahmen ihres All-Inclusive Aufenthalts nutzen können. Das lasse ich mir natürlich nicht zweimal sagen und nehme die Gelegenheit, etwas Neues zu lernen gern wahr – so habe ich während meines Urlaubs schon Windsurfen gelernt und mich beim Parasailing hoch in die Lüfte geschwungen.
Heute steht also Bogenschießen auf dem Programm. Die Übungsfläche, auf der wir den Umgang mit Pfeil und Bogen lernen sollen, liegt etwas abseits von dem Hauptweg des Geländes versteckt hinter einer schützenden Baumgruppe. So läuft kein Gast Gefahr, aus Versehen in den Pfeilregen zu laufen und auch für Teilnehmer gilt als oberstes Gebot: Es wird sich erst frei auf der Grünfläche vor den Zielscheiben bewegt, wenn alle Teilnehmer ihre Pfeile abgeschossen haben. Doch bevor es soweit ist, treffen wir zuerst unseren Trainer Cookie. Als BLUEf!t Guide ist er ausgebildeter Personal Trainer und beherrscht eine Vielfalt an unterschiedlichen Trainingsmethoden und Sportarten. Für jeden der Kursteilnehmer nimmt er sich die Zeit, zunächst das Equipment ausführlich zu erklären und uns gewissenhaft über die wichtigsten Regeln zu informieren. Wir werden die Pfeile aus etwa zehn bis fünfzehn Metern Entfernung auf die Zielscheiben abschießen. Das klingt zunächst nach keiner großen Distanz, wenn man bedenkt, dass Profisportler auch Entfernungen von 70 bis 90 Metern bewältigen. Die Trainingsstunde wird mich jedoch eines Besseren belehren.

Bogenschießen lernen im Urlaub

Beim Bogenschießen das A und O: Konzentration statt Kraft

Cookie reicht uns jeweils einen Armschutz aus Leder, den wir am ausgestreckten Arm befestigen. „Das schützt vor Verletzungen – schließlich schießt ihr den Pfeil mit einer enormen Geschwindigkeit und Druck ab und da kann ein Kontakt tierisch weh tun.“ Damit das nicht passiert, zeigt er uns die richtige Grundhaltung. „Stellt euch seitlich zur Zielscheibe und positioniert eure Füße ungefähr so weit auseinander wie eure Schultern breit sind. Schultern und Hüfte sollten in einer Linie zur Zielscheibe zeigen. Den Fuß, der näher an der Zielscheibe steht, stellt ihr ein wenig nach hinten und winkelt ihn um 45 Grad an. Wenn ihr nun euer Körpergewicht gleichmäßig auf beide Beine verteilt, kann euch ein Rückstoß vom Abschießen der Pfeile nichts anhaben.“ Ebenfalls wichtig: Lockerlassen! Die Schultern liegen unten, die Beine sind nicht durchgestreckt und auch der Handgriff am Bogen sollte nicht zu fest sein, um den Bogen nicht zu verziehen. Spannung kommt erst beim Anheben des Bogens ins Spiel: Ich hebe Pfeil und Bogen bis auf Schulterhöhe an und korrigiere noch einmal meine Haltung. Der Arm ist gestreckt, ich stehe mit beiden Beinen fest auf dem Boden. Dann schaue ich durch das Visier auf den Punkt der Zielscheibe, den ich treffen möchte. Mit einer langsamen und möglichst gleichmäßigen Bewegung ziehe ich die Sehne mit dem Pfeil nach hinten, bis meine Hand mein Kinn berührt. Nun sind mein Rücken und meine Schultern angespannt und ich versuche so flach wie möglich zu atmen, um mich nicht zu bewegen. Ich verharre noch einen letzten Moment und fühle mich dabei fast wie eine Skulptur aus Stein, bevor ich meine Finger von der Sehne löse und der Pfeil vorschnellt. Der Pfeil fliegt so schnell, dass ich ihn nicht sehen kann. Ich sehe nur, wo er nicht landet: Nämlich auf der Zielscheibe. Gleich nochmal – ich will das jetzt schaffen! Und siehe da, schon nach wenigen Versuchen landet der erste Pfeil auf der Zielscheibe. Dann noch einer. Und noch einer. Der Trick dabei ist, den Bewegungsablauf so gleichmäßig wie möglich zu wiederholen und stets konzentriert zu bleiben. Cookie hat mir außerdem noch einen weiteren Kniff verraten: Nach dem Loslassen der gespannten Sehne und Pfeil sollte der Schütze noch einige Sekunden in der Schussposition verharren, um nicht aus Versehen zu „Verreißen“ und damit in letzter Sekunde die Flugbahn des Pfeiles zu verändern.

Nachdem ich meine fünf Pfeile abgeschossen habe und auch die anderen Teilnehmer meiner Runde fertig sind, gehen wir gemeinsam zu den Zielscheiben um unsere Pfeile aufzusammeln und die Punkte zu zählen. Das Gelächter dabei ist groß und bei dem ein oder anderen ist sogar ein Volltreffer in die goldene Mitte dabei. Nun packt mich der Ehrgeiz! Auch Barbara macht schnell Fortschritte und heimst von uns beiden die meisten Punkte ein. Das kann ich nicht auf mir sitzen lassen! Noch einmal greife ich zu Pfeil und Bogen, stelle mich in Position und versuche, auch den letzten Rest meiner Konzentration zu bündeln. Noch einmal kneife ich die Augen zu einem Schlitz zusammen und blinzele durch das Visier durch die Schutzscheibe. Ein letztes Mal lasse ich den Pfeil los – jetzt! Mit einem sausenden Geräusch schießt er durch die Luft und landet mit einem satten „Plopp“ mitten auf der Zielscheibe. VOLLTREFFER! Ich jubele und freue mich wie ein Honigkuchenpferd. Auch Cookie nickt mir anerkennend zu: „Guter Schuss!“ Und auch mein letzter Schuss, denn die Stunde unseres Schnupperkurses im Bogenschießen ist wie im (Pfeil-)Flug vergangen. Fast ein wenig betrübt stellen wir unsere Bögen und Pfeile ordentlich in den Schrank zurück – doch wir haben die nächste Trainingseinheit zum Bogenschießen mit Cookie schon fest im Visier.

Lucie Bleu
Lucie Bleu

Liebt die Welt zu bereisen und hält es Zuhause nur schwer aus. Fühlt sich am wohlsten dort wo es wärmer ist mit einem Cocktail in der Hand und den Augen geradeaus auf das nächste Abenteuer gerichtet.

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